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| Und Arbeit macht doch Spaß |
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Kann Arbeit tatsächlich Spaß bereiten? Einer, der dies vehement bejaht und auch noch verdeutlicht, wie es geht, ist Prof. Dr. Felix von Cube, der kürzlich auf Einladung von Tornow & Partner einen engagierten Vortrag zu dieser Frage hielt. Als Gast hatte ich Gelegenheit, mich mit den interessanten Thesen des Pädagogen und Wissenschaftlers auseinanderzusetzen und dabei gleichzeitig zu hinterfragen, wie sieht es im meinem eigenen Berufsalltag aus? Wie motiviere ich Mitarbeiter, was erlebe ich bei Kunden und Geschäftsfreunden, wenn es um Freude an der Arbeit geht? Eines sei vorweg gesagt: "Lust an Leistung" darf nicht mit dem workaholic verwechselt werden, denn dabei werden Menschen von Sucht getrieben und betrachten die Arbeit als allein selig machenden Faktor. Es geht vielmehr um Menschen, die sich immer wieder neuen beruflichen Herausforderungen stellen, die durch Arbeit und Erfolg Glücksgefühle erleben. Das übrigens nennt der Experte "Flow-Erlebnis". Wie aber motiviere ich meine Mitarbeiter zur Lust an Leistung? Fast simpel hört sich die Erklärung des Professors an: Das Flow-Erlebnis sei nichts anders als der Vorgang, eine Unsicherheit in Sicherheit zu verwandeln - und dieser Zugewinn werde mit Lust belohnt. Fazit: Es müssen also Herausforderungen für die Mitarbeiter her, Herausforderungen, die Anstrengung aber nicht Überforderung mit sich bringen. Dies im Gleichgewicht zu halten, bedarf es der kritischen Aufmerksamkeit des Chefs. Fordern Sie Ihre Mitarbeiter heraus? Lohnt es sich für jeden Einzelnen in Ihrem Unternehmen, besonderen Ehrgeiz zur Erfüllung einer Tätigkeit an den Tag zu legen? Jede Routine ist kontraproduktiv. Lasse ich verschiedene Situationen in Unternehmen Revue passieren, fällt mir immer die Routine auf, die an vielen Arbeitsplätzen Einzug gehalten hat. Doch Routine lässt keinen Raum mehr für Unsicherheit, für Anstrengung. Aber auch das positive Beispiel eines Unternehmers fällt mir da ein, der seine Mitarbeiter in der Verwaltung nach beruflichen Wünschen und Vorlieben befragte. Unzufrieden mit den bisherigen Leistungen in dieser Abteilung wurden "die Karten neu gemischt", Arbeitsbereiche neu gegliedert. Zuerst von Unsicherheit und Zögern der Mitarbeiter begleitet, dann jedoch durch eine regelrechte Euphorie getragen, stellten sich alle den neuen Herausforderungen und weisen heute beachtliche Erfolge aus. Doch von Cube geht weiter: Er plädiert dafür, die erarbeiteten Qualifikationen regelmäßig abzuverlangen, Stärken konsequent zu fördern und immer wieder neue Herausforderungen zu schaffen. Keine leichte Aufgabe für die Führungsspitze. Da heißt es, am Ball zu bleiben. Und noch etwas darf nicht vergessen werden: Viele Mitarbeiter beklagen sich über fehlende Anerkennung ihrer Leistung. Doch gerade das Lob des Chefs ist ein wichtiger Aspekt der Führung. Zahlreiche Anstrengungen in den kommenden Wochen und Monaten, die in "Flow-Erlebnisse" münden wünscht Ihnen Ihr Bernd Möller |